Nach Stürmen wie „Kolle“: So soll der Schaden verringert werden

Aus der PNP: Waldkirchen/Jandelsbrunn/Neureichenau  |  19.08.2018  |  12:30 Uhr


Der neue Wald entsteht: Die bereits vor dem Sturm vorhandene Naturverjüngung aus Buchen und Tannen mit Fichten überstand die Aufarbeitung in diesem Forst bei Waldkirchen. − Foto: Schreier

Der neue Wald entsteht: Die bereits vor dem Sturm vorhandene Naturverjüngung aus Buchen und Tannen mit Fichten überstand die Aufarbeitung in diesem Forst bei Waldkirchen. − Foto: Schreier

„Das hat der Vordere Bayerische Wald seit Menschengedenken nicht erlebt“, sagt Dr. Stefan Schaffner, stellv. Leiter und Berater Forstwirtschaftliche Vereinigung Niederbayern am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Regen, in seinem Fazit ein Jahr nach „Kolle“. Der Sturm hatte wie berichtet massive Schäden am Wald angerichtet. Aber künftig könnte Ähnliches öfter passieren, warnt der Experte: „Das Wetter wird extremer werden.“ (Ein Drohnenvideo, das die Wälder in der Region 2017 und 2018 zeigt, finden Sie am Ende des Artikels.)

Mehr zum Thema:
– So sieht es ein Jahr nach Sturm „Kolle“ in den Wäldern aus
Drohnenvideo zeigt das verheerende Ausmaß des Unwetters
Mit schwerem Gerät gegen die Sturmschäden im Wald +++ Videos
Ticker zu den Ereignissen bei Sturm Kolle am 18. August 2017
Nach Sturm: Seehofer verspricht „kräftige Hilfe“ +++ Videos/Fotos

Deshalb werde „Katastrophenmanagement in der Zukunft zum Alltagsgeschäft von Förstern zählen“, da in der Folge des Klimawandels auch die Borkenkäfer die Bestände noch stärker bedrohen würden. Drei Empfehlungen sollen nach Angaben der Behörde helfen, das Schadensausmaß von extremen Wetterereignissen künftig zu verringern: „durchmischte und strukturierte Waldbestände“, „tragfähige und ausgebaute Walderschließung“ sowie „hohe Vorausverjüngungsvorräte“. − pnpVIDEO: So sieht es ein Jahr nach Sturm „Kolle“ in den Wäldern aus
(Video: Daniel Ober)

1 Komentar
  1. Autor
    Uwe R. 11 Monaten vorher

    Da sieht man mal wieder, dass die AELF in Sachen Biodiversität und deren Sinn und Nutzen sehr weit entfernt ist und nicht viel dazu gelernt hat. Durchmischte und strukturierte Waldbestände ist ja völlig richtig, aber seit den Stürmen in den 70er Jahren eigentlich schon Programm. Eine „tragfähige und ausgebaute Walderschließung“ heißt ja wohl noch mehr ausgebaute und verdichtete Forstwege und „Hohe Vorausverjüngungsvorräte“ bedeutet doch, das die Bäume noch früher gefällt werden sollen als bisher.

    Ich denke, hier bräuchten wir noch unbedingt Referenten zu diesem Thema

Was sagst Du dazu?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Kontaktieren Sie uns

We're not around right now. But you can send us an email and we'll get back to you, asap.

Sending
Sammelsorium

Meld Dich mit Deinen Benutzerdaten an

Benutzername oder Passwort vergessen?

Zur Werkzeugleiste springen